1 Million iPhones gingen am ersten Verkaufswochenende von Apple über den Tisch. Davon 15.000 alleine bei T-Mobile in Deutschland. Niedrigere Preise und der G3 Standard – bei uns als UMTS bekannt – machen das Gerät noch attraktiver als bisher.
Mit dem iPhone lässt sich Dank großem Display und Touchscreen zum ersten Mal richtig im Internet surfen. Der Apple Browser Safari öffnet Seiten rasend schnell und die UMTS Technologie ergänzt die schnelle Datenübertragung, die das Internet erst zum Erlebnis macht. Die langjährige Vision von Mobile Commerce könnte so langsam in Erfüllung gehen – die Technologie ist jetzt vorhanden.
Die großen Versandhändler wie Quelle, Otto oder Neckermann profitieren von dieser Entwicklung, weil sie bereits seit Jahren auf Mobile Commerce setzen und dazu eigene Shops entwickelt haben. Das Auffinden der mobilen Seiten ist bisher aber noch dem Nutzer überlassen, denn das mobile Endgerät wird nicht automatisch erkannt und so wird auch auf dem iPhone erst einmal der Standard Shop angezeigt.
Anders bei Amazon – hier wird mobil sofort der „Amazon mobil“ aufgerufen und für iPhone Besitzer auch gleich iPhone Zubehör angezeigt. Der Shop ist auf das nötigste reduziert, so dass ein Einfaches navigieren möglich ist.
Es ist jedoch anzunehmen, dass die meisten Online-Shops keine eigene Mobile Seite aufsetzen sondern lieber den vorhandenen Online-Shop optimieren. Der Shop könnte dann zumindest das mobile Endgerät erkennen und dadurch sofort zu den passenden Produkten wechseln.
Was sind passende Produkte und welche Produkte eigenen sich für den mobilen Vertrieb? Sicherlich eher Produkte, die spontan und intuitiv gekauft werden und keinen langen Kaufentscheidungsprozess benötigen. Bücher, CDs, Software, Spiele oder Handy Zubehör gehören deshalb wieder zu den Top Kategorien.
Wer seinen Shop für mobile Anwendungen optimiert, muss hinsichtlich Design und Usability einige Punkte beachten, die ich in den nächsten Shopping Tipps vorstellen werde. 480 x 320 Pixel hat ein iPhone, navigiert wird mit Fingern und einem Doppeltippen statt Mausklicken. Viele alte Usability Hürden wie Schriftgröße, Erkennbarkeit der Links, Randspalten oder Farbkontraste werden auf dem iPhone plötzlich wieder Top aktuell und sollten von Shopbetreibern berücksichtig werden.
Das Ziel - ein mobiltauglicher Online-Shop ohne massive Investitionen in die neue Technologie. Eine interessante Chance, die genutzt werden sollte.
Tags: iPhone, Mobile Usability