Sportfachhandel im e-Commerce

Seit Jahren steht der Deutsche Fachhandel für Sportartikel unter Druck. Schlechtes Wetter, die Mehrwertsteuererhöhung und die sinkende Kaufkraft der Mittelschicht drücken die Umsätze. Während der Umsatz in Deutschland von 7,1 Milliarden auf 6,9 Milliarden sank, blieben die Umsätze in den Europäischen Nachbarländern mit rund 37 Milliarden Euro stabil.

Laut dem Verband der Deutscher Sportartikelfachhändler e.V. liegt die Hoffnung für 2008 auf der Fußball-Europameisterschaft, die sowohl einen Umsatzhöhepunkt des Jahres als auch ein langfristiges Nachwirken mit sich bringen könnte.

Häufig übersehen wird wohl aber, dass auch im Sportartikelbereich das Internet eine immer größere Rolle spielt. Ca. 10% legen die e-Commerce Handelsumsätze über alle Produktgruppen jährlich zu. Besonders erfolgreich sind dabei Online-Shops, die sich als Spezialisten in kleinen Nischen ausgebreitet und zum Marktführer entwickelt haben.

In den USA ist dieser Trend bereits seit langem sichtbar, dass sich User auch im Internet nach professioneller Beratung von kompetenten Fachhändlern sehnen und daher lieber beim Spezialisten kaufen. Der Preis spielt dabei zwar immer noch eine große Rolle – ist aber nicht mehr das einzige Argument. Eine hohe Verfügbarkeit, freundliche und kompetente Beratung, aussagekräftige Produktinformationen und der Austausch mit anderen in der Interessensgruppe rückt mehr in den Fokus.

Fachhändler, die heute mit einem professionellen Online-Shop und einem schlüssigen e-Commerce Konzept starten, können noch Nischen besetzen und vom stationären Fachhändler zum bundesweiten Versandhändler werden.

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