Shop Blog: Neue Ideen für den Inhalt

Viele Online-Shops haben ihr eigenes Blog – noch mehr Online-Shops wissen nicht was sie in ihr Blog schreiben sollen. Der Blog kann jedoch Kontakt zum Kunden werden und für Sympathie und Vertrauen werben. Im Blog können Produkte authentische dargestellt werden und aus dem technischen Frontend so ein wirkliches Gegenüber werden.

Die lokalen Unternehmer sind immer sehr aktiv, um dauerhafte Präsenz zu zeigen. Großzügige Spenden, politisches Engagement und Vereinsaktivitäten machen sie bekannt und stellen sie von einer ganz anderen Seite da. Das Ziel: Kundengewinnung und Kundenbindung nicht nur über den Verkauf, sondern über Sympathie und persönliche Kontakte.

Für Online-Shops ist dies deutlich schwieriger, denn die Kunden sind nicht stationär sondern bundesweit verteilt. Ein Blog ist daher der richtige Zugang, um außerhalb des Online-Shops auch etwas persönlicher zu werden und den Menschen Themen, Meinungen und Vorlieben zu zeigen.

Hier 5 Ansätze und Ideen, wie sie Ihr Blog beleben und die Vorteile nutzen können:

1. Ansatz: Der Kaufsüchtige bloggt
Im Blog schreibt der „Kaufsüchtige“ und zeigt, dass er nicht nur verkauft sondern am liebsten alles selber haben würde. Produkte können persönlich vorgestellt und beschrieben werden. Produkte können im Einsatz gezeigt werden. Schreibt das Fashion Victim ein Blog über Klamotten kann die Sucht gleich ansteckend sein. Für den Leser und Shop User wird der Verkäufer sympathisch, weil sie gleiche Interessen haben. Der Verkäufer wird zum Freund und Partner auf der Suche nach dem nächsten Angebot.

Bestes Beispiel: Fashion Blog von Otto.de

2. Ansatz: Der Begeisterte bloggt
Im Blog schreibt der völlig „Begeisterte“. Er ist mit dem Thema identifiziert, findet alle Nebenthemen, jeden Presseartikel, lustige YouTube Videos und beschäftigt sich scheinbar den ganzen Tag mit dem gleichen Thema. Die Artikel in seinem Shop sind seine Passion – das Verkaufen nebensächlich. Er ist verrückt, lustig, sympathisch und der User muss schmunzelnd einfach mal ein Produkt kaufen.

Bestes Beispiel: Jack’s News Blog

3. Ansatz: Der User bloggt
Der Ansatz des völlig Begeisterten wird an den User ausgelagert. Dem Shopbetreiber ist es gelungen eine Community um sein Produktsortiment aufzubauen. Diese können im Shop bloggen und sich mit anderen Shop Usern austauschen. Es entsteht nicht nur unglaublich viel Content (content is king) sondern eine enge Bindung zum Shop. Hier hat’s der leicht, der im Shop ein Hobby mit einer aktiven Zielgruppe bedient.

Bestes Beispiel: Fahrrad.de

4. Ansatz: Der Verwalter bloggt
Im Blog dokumentiert ein Mitarbeiter akribisch die Entwicklung des Unternehmens. Eine neue Zahlungsmethode, ein neues Büro, eine Produktkategorie wurde eingeführt. Das Blog ist für User weniger interessant – mehr aber für Investoren, Lieferanten, Partner und Wettbewerber. Was eine Pressemitteilung nicht Wert ist kann ins Blog.

Bestes Beispiel: Alternate Blog

5. Ansatz: Der Redakteur bloggt
Im Blog schreibt der Redakteur. Er stellt sachlich und professionell Produkte vor und durchleuchtet sie aus neutraler Sicht. Er schreibt mehr als die Produktbeschreibung aussagen würde und fügt immer einen persönlichen Touch hinzu. Er wirkt kompetent, weckt Vertrauen und ist der freundliche Berater, den man im Fachgeschäft finden würde.

Bestes Beispiel: Cyberbloc von Cyberport

Ein Blog macht jede Menge Arbeit und muss als Marketingaktivität sorgfältig geplant und organisiert werden. Nicht sporadisches Schreiben sondern regelmäßige News machen ein Blog beliebt bei Lesern. Wenn Sie nicht die Zeit dazu haben, wählen Sie den Ansatz 6 – keiner bloggt!

Viel Erfolg
Johannes Altmann

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