Der Internet World Business E-Shop-Tipp der Woche

Shopbetreiber sind im Stress! Und zwar nicht nur, weil das Geschäft so gut läuft, sondern weil es ständig neue Hypes und Trends gibt, die mehr Traffic, mehr Kundenbindung und neue Zielgruppen versprechen. Was ist eigentlich mit Second Life? Wer braucht Twitter und Facebook? Ist bloggen noch sinnvoll, und wie nutzt man Youtube? Ich habe mir fünf Trends noch mal genauer angesehen.

trends

Second Life

Der große Hype um das virtuelle Leben bei Second Life ist zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung erst einmal vorbei. Kein Shopbetreiber spricht heute mehr von einem Kaufhaus in der virtuellen Welt. Nach einem aktuellen Bericht sind die virtuellen Gemeinden aber um 39 Prozent gewachsen und weltweit führen über 500 Millionen Menschen ein virtuelles Zweitleben. Second Life, World of Warcraft oder die Online-Kinderwelt Habbo Hotel sind aber rentable Geschäftsmodelle. Deshalb sollten Sie Ihre Shopideen und Marketingpläne vorerst noch nicht in den Aktenvernichter schieben.

Youtube

2006 hatte Google das Unternehmen Youtube für 1,6 Milliarden Dollar gekauft. Google ist es zwar nicht gelungen, aus Youtube ein rentables Unternehmen zu machen, aber die Beliebtheit ist zumindest ungetrübt. Wegen seiner enormen Reichweite ist Youtube auch für Onlineshops interessant. Die Filme vom Versender fahrrad.de wurden teilweise bis zu 20.000 Mal angesehen. Ein enormer Branding-Effekt für den Shop. Außerdem eine gelungene Maßnahme zur Suchmaschinenoptimierung. Youtube-Videos werden nämlich bevorzugt im Google-Ergebnis dargestellt. Der Aufwand für den Shop ist enorm, aber an manchen Stellen einfacher als vermutet. So filmt Fahrrad.de auf Messen und Veranstaltungen und sammelt so wertvollen Videocontent.

Twitter

Weltweit gibt es bereits 52 Millionen Twitter-Accounts, in Deutschland sind es über 100.000 aktive Twitterer. Trusted Shops hat bereits über 100 Shops ermittelt, die twittern. Wenn Shops twittern, sind tagesaktuelle Angebote ein Thema ebenso aber auch Gewinnspiele und Gutscheinaktionen – im Prinzip alle aktionsbasierten Aktivitäten, die sich auf einen kurzen Zeitraum beschränken. Dies funktioniert allerdings nur, wenn es ausreichend Follower gibt, dazu muss die Shopzielgruppe entsprechend E-Commerce affin sein. Der Arbeitsaufwand ist überschaubar, denn ein Tweet hat nur 140 Zeichen.

Facebook

Facebook ist das soziale Netzwerk überhaupt. 250 Millionen User sind darüber miteinander verknüpft und unterhalten sich. Zahlreiche Onlineshops haben bereits Fanseiten bei Facebook. Der Modeshop maryandpaul.net stellt seine Produkte in seinem Facebook-Account vor. Die Fangemeinde kann die neuen Produkte dann bewerten und kommentieren. Neckermann Reisen informiert ebenfalls auf Facebook über aktuelle Angebote und sammelt von den über 800 Fans positives Feedback. Die Fanseite von Amazon hat knapp 6.000 Anhänger, die über Ihre Erfahrungen bei Amazon berichten. Auch bei Facebook ist der Arbeitsaufwand überschaubar, wenn man es zu einer ordentlichen Fangemeinde gebracht hat.

Blogs

Viele Shopbetreiber bloggen auch weiterhin im eigenen Blog. In erster Linie, um Content für Suchmaschinen zu generieren. Der Aufwand ist enorm, weil der Inhalt dafür neu erstellt werden muss und der Spaß am Bloggen schnell nachlässt. Mehr Freude hat man, wenn nicht nur Google mitliest, sondern auch echte Menschen. Daher sollte man sich eher eine gute Markting-Story für sein Blog überlegen und damit eine echte Leserschaft für den Shop gewinnen. Mehr Ideen für Ihren Blog haben wir in einem früheren E-Shop-Tipp zusammengestellt.

Checken Sie Ihre Aktivitäten und nutzen Sie die neuen Chancen. Viel Erfolg

Ihr

Johannes Altmann

(Erschienen am 11.08.2009 auf internetworld.de)